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Weihnachtsbrauch

Weihnachtsbräuche sind feste tradierte Bestandteile des Weihnachtsfestes, die sich um das Geschehen und die Geschichte von Weihnachten herausgebildet haben. Den ursprünglichsten Weihnachtsbrauch stellt die Tradition des Krippenspiels dar, in dem die Weihnachtsgeschichte anschaulich nachgestaltet wird. Beim Quempassingen ertönen Weihnachtslieder wie "Stille Nacht, heilige Nacht".

Bereits am Heiligen Abend findet die Bescherung statt. Auch im häuslichen Kreise wird Heiligabend und am 1. und 2. Festtag viel gesungen und musiziert. Mit dem 1. und 2. Festtag tritt dann mehr Ruhe und Besinnlichkeit ein.

In Mitteleuropa wird der Christbaum in Kirche, Wohnung, sowie auf großen Plätzen in den Ortschaften aufgestellt, mit Lichterketten, Kerzen, Glaskugeln, Lametta, Engeln oder anderen Figuren geschmückt. Vielfach werden Weihnachtsmärkte abgehalten. Neben dem Besuch von Christvesper, Christmette oder Christnacht haben sich Weihnachtskonzerte (z.B. das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, Orgel- und Chorkonzerte oder auch Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart) ebenfalls zum Bestand des Weihnachtsbrauchtums entwickelt. Vielfältige Weihnachtsfeiern werden für eine Vielzahl von Menschengruppen veranstaltet. Weihnachtslieder erklingen und werden teilweise gesungen, denn sie gehören noch zum Restbestand aktiven Liedguts in der Bevölkerung.

In den Vorgärten der Häuser erstrahlen an Bäumen Lichterketten. In den Fenstern werden Schwibbogen mit Lichterketten aufgestellt, die die Geburt Jesu Christi, Bergbauszenen oder Tiere im Winterwald zum Motiv haben.

In den Wohnungen wird auf den Adventskränzen von Sonntag zu Sonntag ein Licht mehr angezündet. Kinder erfreut ein Adventskalender, bei dem sie jeden Tag ein Fenster öffnen und dabei eine kleine Süßigkeit oder ein kleines Geschenk finden. Am 6. Dezember, am Nikolaustag, versteckt der Nikolaus in den sauber geputzten Schuhen Süßigkeiten und kleine Geschenke.

Eine deutliche Verschiebung des Brauchtums in der Adventszeit ist seit dem 20. Jahrhundert zu beobachten. Wurde sie ursprünglich als Fastenzeit begangen und war äußerlich vom Alltag wenig unterscheidbar, wird das Weihnachtsfest zunehmend in die Adventszeit vorverlegt: "Auf Weihnachtstischen finden sich große hölzerne Nussknacker (vgl. "Nussknackersuite" von Peter Iljitsch Tschaikowski), Räuchermännchen, Krippen, Spieldosen, gebackene Hexenhäuschen mit Hänsel und Gretel, Pyramiden mit christlichen und weltlichen Motiven mehr und mehr Platz, je näher wir an Weihnachten herankommen."

Mittelpunkt der familiären Weihnachtsfeier ist die Krippe. Um sie versammelt man sich und gedenkt der Geburt Christi.

Der häusliche Christbaum steht oft noch lange nach Weihnachten. Er darf eigentlich erst am 2. Februar (Maria Lichtmess) (gemeinsam mit der Krippe) weggeräumt werden.