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Eine Geschichte des Weihnachtsbaumes

Wie kommt es, dass zu Weihnachten ein Tannenbaum geschmückt wird?

1419 schmückte die Bruderschaft der Bäckerknechte im Heilig Geist Spital zu Freiburg im Breisgau einen Weihnachtsbaum mit Lebkuchen, Äpfeln, Goldstreifen, gefärbten Nüssen und Papier. Von dieser Zeit an gibt es immer wieder Berichte über das Aufstellen von geschmückten Bäumen zu Weihnachten.

1509 zeigt ein Kupferstich den ersten mit Lichtern geschmückten Tannenbaum von Lucas Cranach dem Älteren.

Ab 1815 erfolgt mit der Biedermeierzeit der Durchbruch des Weihnachtsbaums als Volksbrauch. Gleichzeitig wird der Weihnachtsmann als Nachfolger des Nikolaus zum Gabenbringer im Norden des deutschen Sprachraumes.

Das Christkind als Engel beschert die Kinder im Süden und Osten. Zunächst sind es nur Süssigkeiten. Später ist es Brauch, auch Erwachsene mit Schmuck oder kleinen Geschenken zu überraschen.

1870 wird der Christbaumschmuck bereits industriell hergestellt und es gibt die ersten Versuche künstliche Weihnachtsbäume aus Draht herzustellen.

1882 erregt in den USA der erste mit elektrischem Licht beleuchtete Weihnachtsbaum der Welt grosses Aufsehen.

1891 wird ein Weihnachtsbaum am Amtssitz des Präsidenten der USA, im Weissen Haus, aufgestellt.

Ab 1900 tritt der Weihnachtsbaum endgültig seinen Siegeszug durch die Welt an. In vielen Häusern, aber auch in öffentlichen Gebäuden, werden Weihnachtsbäume aufgestellt. Die katholische Kirche, welche den Weihnachtsbaum lange als heidnisches Symbol abgelehnt hatte, gibt ihren Widerstand auf und installiert ihn auch in Kirchen, immer zusammen mit einer Krippe.