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Woher kommt eigentlich der Name "Weihnachten"?

Jedes Jahr wird es gefeiert, für viele Kinder ist es die schönste Zeit im Jahr, die meisten Menschen machen sich aber kaum richtig Gedanken um die Bedeutung von Weihnachten. Wir haben uns gefragt, wo das Wort an sich eigentlich herkommt und was es zu bedeuten hat.

Das Wort "Weihnachten" leitet sich ab von der mittelhochdeutschen Wendung "(ze den) wîhen nahten", "(zu den) heiligen Nächten". In der Bibel steht, dass zu dieser Zeit vor etwas mehr als 2000 Jahren, Jesus Christus geboren ist. Daher sind die Nächte um den 24. Dezember herum als heilig erklärt worden und dieses Fest feiern wir bis heute.

Abweichungen im Datum

Eine Datierung des Geburtstermins Christi war mit dem Weihnachtstermin ursprünglich wohl nicht beabsichtigt. Zunächst galt der 6. Januar (Epiphanias) als der Weihnachtstermin. Das römische Datum vom 25. Dezember setzte sich jedoch auch im griechisch-sprachigen Osten durch. Die orthodoxe Kirche, die am julianischen Kalender festhält, feiert Weihnachten immer noch am 7. Januar. In Anlehnung an die Feier des lateinischen sol invictus am 25. Dezember hat die Kirche (zunächst in Rom) eine Ersetzung des römischen Sonnengottes durch Christus als dem "Licht der Welt" vollzogen.

Heute wird in fast allen Ländern des westlichen Kulturkreises der 25. Dezember als Geburtstag von Jesus Christus gefeiert, in einigen, vor allem europäischen Ländern feiert man das Fest bereits am 24. Dezember (Heiliger Abend).

Das ursprüngliche Weihnachtsfest als religiöses Fest wurde im Laufe der Zeit verweltlicht. Heute wird es oft als Fest der Liebe bezeichnet. Fast überall wurde es kommerzialisiert und so zu einem Tag der Geschenke umfunktioniert. Dadurch ist das Weihnachtsgeschäft die umsatzstärkste Zeit der Wirtschaft in vielen Bereichen geworden.

Weihnachtsmann und das Christkind

Zudem ist der Weihnachtsbrauch mit diversen Figuren verknüpft, die oft aus früheren nicht-christlichen Kulturen übernommen wurden. Während vor allem im süddeutschen Raum das Christkind den "artigen Kindern" die Geschenke bringt, hat sich aus Amerika kommend in Deutschland und ganz Europa die Idee vom Weihnachtsmann ausgebreitet.

Zu den Weihnachtsbräuchen gehört der Weihnachtsbaum (Christbaum). Das Grün der immergrünen Tanne soll das erwachende Leben symbolisieren, die Kerzen stehen für die Wiederkehr des Lichtes und die damit verbundene Hoffnung auf die hellere Jahreszeit. Die erste Tanne als Symbol für Weihnachten wird urkundlich erstmals Anfang des 17. Jahrhunderts erwähnt.

In vielen Städten finden in der Adventszeit Weihnachtsmärkte mit Lichterschmuck, Christkind-, Nikolaus- bzw. Weihnachtsmann-Figuren, Lebkuchen, Glühwein etc. statt. Weitbekannt sind der Nürnberger Christkindlesmarkt und der Dresdner Striezelmarkt.